Kapitel 90
In den folgenden Wochen verzichtete ich darauf, Lucien im Krankenhaus zu besuchen. Ich hatte genug von seinem wechselhaften Verhalten. Wir waren zusammen in einer Nahtodsituation gewesen und alles, was er tun konnte, war, mich so zu behandeln? Tut mir leid, aber ich war fertig.
Die Kinder besuchten ihn jeden Tag, aber ich erfand Ausreden, um nicht mitzugehen.
Und dann war da noch meine Arbeit. Ich erreichte neue Höhen und der Professor war stolz auf mich, erklärte er. Die Universität hatte zugestimmt, eine Verlängerung zu finanzieren, also war ich ganz wild darauf, auch in eine andere Phase einzusteigen. Mit Baby Claude und meiner akademischen Arbeit sorgte ich dafür, dass ich keine Zeit hatte, über meinen Mafia-Don zu trauern, der ein kindisches Spiel zu spielen schien.