Kapitel 15
Der Block der Erstklässler schien meilenweit entfernt. Als Alexandera durch die breiten Türen ging, schwitzte sie und war sich sicher, dass ihre Augen vom Tränenstau rot waren. Sie war niemandem begegnet, daher wurde ihr klar, dass sich alle anderen an die Regel der Unpünktlichkeit hielten. Sie hoffte, sie würden sich auch an die anderen Regeln halten – keine Schlägereien, Respekt vor anderen usw.
Vor dem Gebäude befanden sich mehrere Büros, vermutlich die der Verwaltung, doch sie konnte niemanden finden, der ihr den Weg weisen konnte. Schließlich fand sie einen Plan auf den Zettelchen am schwarzen Brett neben der Tür und machte sich auf den Weg zu dem Raum, in den sie gleich nach der Versammlung hätte gehen sollen.
Das Willkommenspaket enthielt nicht den Akademieprospekt, was sie seltsam fand, aber dort stand, dass sie sich während der Orientierungsveranstaltung für die Kurse anmelden würden. Sie hoffte, dass die Plätze nicht begrenzt waren. Wenn sie schon länger hier festsaß, wollte sie wenigstens mit dem Wirtschaftsstudium beginnen, das sie an einer Hochschule absolviert hätte. Sie hatte vor, ihrem Vater nach dem Abschluss im Familienbetrieb zu helfen. Alpha Raymond hatte ihr die Grundlagen gezeigt, seit er ihr Interesse bemerkt hatte. Diese Akademie brachte erstklassige Absolventen hervor, daher wusste sie, dass auch ihre Kurse die besten sein mussten. Sie würde etwas Nützliches lernen, bevor sie nach Hause zurückkehrte.