Kapitel 119 Entschädigung
Nora stand am großen, vom Boden bis zur Decke reichenden Fenster und hatte ihren Blick auf die zärtliche Szene gerichtet, die sich zwischen Alexander und Julianna abspielte.
Es war für sie zu einem Ritual geworden, früh aufzustehen und in den Garten zu gehen, um Alexander bei seinen Morgengymnastiken zuzusehen – eine Zeit der stillen Beobachtung, die sie sehr schätzte. Doch die heutige Szene enthielt ein unerwartetes Element.
„Julianna scheint wirklich gut zu Alexander zu passen“, murmelte Nora. „Es ist ungewöhnlich, dass Alexander eine Bindung zu jemandem aufbaut. Bei mir, seiner Mutter, gibt es immer eine Kluft, die er nicht überbrücken lässt.“